Mittwoch, 26. April 2017

Konrad Rhodan

Ich bin heute auf Twitter darauf aufmerksam gemacht worden, dass ich im Januar wohl mal von mir gegeben habe, dass ich nicht ein Heft pro Tag lesen möchte. Konkret ging es vermutlich um diesen Artikel, mein erstes Monatsfazit.

Ich war verwundert, eine solche Aussage jemals getroffen zu haben. Aber ja, das muss ich wohl mal gedacht und geschrieben haben.
Zwar hatte ich in der direkten Konversation mit einem Adenauerzitat geantwortet, das berühmte mit dem Geschwätz von gestern, habe aber gerade noch ein viel schöneres gefunden:

„Meine Herren, es kann mich doch niemand daran hindern, über Nacht klüger zu werden.“

Ich versteige mich also ganz in diesem Sinne zu einer neuen Aussage: Wenn ich im Moment nicht ein Heft am Tag lese, fehlt mir etwas.

In diesem Sinne, gehabt euch wohl, ich bin lesen.

Kommentare:

  1. Das ist die richtige Einstellung. Geh lesen! :)

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  2. Ich bin durch die neue Sol auf Deinen Blog aufmerksam geworden - noch rechtzeitig, um alle Posts in gut einer Stunde lesen zu können. Selbst habe ich als Kind PR gelesen, damals waren die 400er-Bände die neue Erstauflage, ich konnte aber - unsystematisch - etliches aus den 300er und 200er-Bänden auch bereits lesen, dank Bahnhofsbuchhandlung und Sammelbänden. Mit dem Jugendalter kam die Pause, obwohl meine alten Hefte sagen, dass ich es noch ein paar Mal versucht habe, wieder in die alte Faszination hineinzufinden. Ohne Erfolg.
    2006 aber bin ich wieder eingestiegen - mit der Buchausgabe des "Schwarm"-Zyklus. Dank einer bereits seit den 1980ern bestehenden Freundschaft mit Hannes Kneifel kam dann die Atlan-Zeitabenteuer-Buchausgabe dazu. Und 2008 fing ich wie Du bei Nummer 1 nochmals von vorne an - wobei die Nummer 1 eben der Eichborn-Nachdruck war, den Du auch beschreibst. Ich habe die frühen Hefte, wohl auch jahrgangsbedingt, durchaus genossen, kann die interessante Kollision zwischen den Ernsting- und den Scheer-Heften bestätigen: Als ob Clark Darlton sich mitunter geradezu einen Spass daraus gemacht hätte, die militärische Zackigkeit und Hierarchie von Scheer im vorausgehenden Heft in seinem eigenen nachfolgenden zu zerpflücken und aufzuspiessen. Sehr amüsant!
    Was mir auffiel: Die Serie ist von Scheer sehr sorgfältig und umsichtig konstruiert und aufgebaut worden. Trotz der diversen Fehler und Widersprüche, die durch die verteilte Autorenschaft entstanden sind. Es ist Spannungsliteratur, dazu gehört das Tempo, das sich wenig Zeit für literarischen Text nimmt, aber das gehört dazu. Mitunter vermisse ich diese Zügigkeit bei der aktuellen Erstauflage (die ich seit 2700 auch lese), finde sie aber mit dem alten SoW in Neo.
    Ich lese parallel – d.h. ich bin mit dem „Aufarbeiten“ derzeit bei 1869. Also ein bisschen voraus – und kann Dir langes Lesevergnügen versprechen.
    Dr. Tom aus München

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    1. Hi Dr. Tom,

      danke für deinen ausführlichen Kommentar. Leider komme ich erst jetzt zum Antworten, weil ich immer noch mit der Demontage verstaubter Klemmbausteine beschäftigt war.

      Dass Norbert mich für die SOL interviewed hat, macht mich schon ein wenig stolz. Gut, die SOL ist eine Randgruppenzeitung, aber es ist DIE Randgruppenzeitung ;)
      Für alle, die die SOL nicht abonniert haben, werde ich das Interview demnächst in Rücksprache mit Norbert hier online stellen.
      Hanns Kneifel muss ein toller Mensch gewesen sein. Glückwunsch, dass du mit ihm befreundet sein durftest. Ich habe ihn leider nur einmal in Mannheim gesehen, wir er fröhlich und in sich ruhend in die Runde lächelte. Auf dem Boden sitzend. Eine schöne Erinnerung.
      Das mit der alten Fazination kann ich nachvollziehen. Ich habe als Kind ??? verschlungen. Als Erwachsener habe ich es noch einmal versucht, die alte Faszination war weg. Umso goßartiger, dass du doch noch angefangen hast und es offensichtlich nicht bereust.
      Und wie umsichtig Scheer geplant hat, fasziniert mich bie jedem Heft aufs neue. Im Moment stehe ich einfach nur staunend da. Das macht Spaß.

      Liebe Grüße nach München aus der Eifel
      Martin

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