Dienstag, 31. Januar 2017

Der Monat im Rückblick - Januar 2017

Wir schreiben den 31. Januar 2017. Der erste Monat meines Literaturprojektes ist um, und so wird es Zeit für den ersten Monatsrückblick.

Das passierte im Blog:

Mit einer Annonce in PR 2886 und diesem Tweet begann alles:
Zwei Touren führten mich von der Eifel nach Franken, was mir meinen ersten Besuch im DB-Museum mit Markus und ein Treffen mit Regina und Rainer einbrachte. Schön wars. Sehr schön sogar.

Eine große Ehre wurde meinem kleinen Projekt schon sehr früh zuteil: Ein Bericht zu diesem Blog erschien im Newsbereich der offiziellen Perry-Rhodan Webseite. Dafür danke ich Klaus N. Frick und Philine-Marie Rühmann herzlich, beide haben mir geduldig jede Frage beantwortet, die ich bis jetzt hatte.

Screenshot: »Copyright by Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt«
Dank dieses Artikels und dank der Unterstützung vieler Leser ist der Heftehaufenblog schon im ersten Monat größer geworden, als ich mir das jemals vorstellen konnte.
Besonders gefreut hat mich auch der Hinweis in Ellerts Stammtisch Post, die ich erst im November abonniert hatte. Vielen Dank nach München für den immer wieder informativen Newsletter.

Ich danke euch allen für das mir und meiner Spinnerei entgegengebrachte Interesse und den regen Austausch, den es in diesem Monat gegeben hat. Auf die nächsten zehn Jahre! 😊

So lief die Leserei:

Gemessen an der Gesamtserie befinde mich noch ganz am Anfang. Aktuell liegt Heft 33 auf meinem Schreibtisch. Das sind für den Januar umgerechnet 1,06 Hefte pro Tag, oder wenn ich den realen Lesestart am 5. Januar nehme, 1,26 Hefte pro Tag. Bei diesem Lesepensum bleibt sogar noch Zeit für andere Literatur. Vielmehr habe ich meine Fernsehzeit radikal zusammengestrichen. Vermutlich werde ich dieses irre Tempo aber nicht halten wollen/können.

Derzeit bin ich fasziniert vom technikbegeisterten Stil der 60er Jahre. Es macht mir großen Spaß, Zukunftsvisionen zu lesen, die schon längst überholt sind.
Außerdem bin ich hin und weg von den alten Werbeanzeigen. Hier werde ich in den nächsten Monaten sicherlich noch einmal genauer hinschauen und versuchen, die ein oder andere Zeile zu schreiben.

Das macht der Sammlungsaufbau:

Nachdem ich nun die richtigen Kartons habe, konnte ich eine kleine Kalkulation bezüglich Platz- und Finanzbedarf anstellen und bin nicht so sehr geschockt, wie ich befürchtet habe. Die nächsten Monate werde ich also darauf verwenden, die Hefte in aller Ruhe einzutüten und in Kartons zu packen. Aktuell habe ich Band 1000 eingepackt, schiebe aber einen kleinen Kartonstau vor mir her.  Ich muss schon sagen, als ich kurz nachgerechnet habe, wann ich Band 1000 lese, ist mir kurz mulmig geworden.


Bis Heft 1000 dauert es noch etwas. Die Kartons gehe ich nächste Woche holen.

Die fehlenden Hefte erfasse ich in einer Evernotenotiz, sodass ich meine Suchliste jederzeit dabei habe. Mein Plan bezüglich der fehlenden Hefte ist eine vollständige Bestandsaufnahme und dann mal ein gezielter Besuch in der Sammlerecke. Das wird aber noch dauern. Auf Flohmärkten wird es dann wohl doch etwas mühsam.

Sonntag, 29. Januar 2017

Ein erster Abschied

Ich habe gerade Band 31 - Der Kaiser von New York gelesen und dabei festgestellt, dass es sich um den letzten Roman von W. W. Shols (Winfried Scholz) für die Serie handelt.

Tja, was soll ich von seinen Romanen halten? Ich bin unschlüssig.

Wie steht Shols für mich im Vergleich zu seinen damaligen Mitautoren?

Da ist Scheer, dessen Ton mich an die "Neue Deutsche Wochenschau" erinnert. Kurz. Knapp. Präzise. Military Science Fiction in ihrer frühen Form. Dann Clark Darlton, der alte Träumer und Märchenerzähler, der sich so oft in wundervolle Beschreibungen seltsamster Landschaften verliert und Stimmungen beschreibt, wie Scheer es nie hinbekommt (zumindest so weit ich das bis jetzt beurteilen kann). Und dann ist da Kurt Mahr, Physiker, jemand der SCIENCE Fiction im besten Sinne schreibt. Präzise, wissenschaftlich, manchmal etwas sperrig, aber immer faszinierend.

Und Shols? Ich bin immer noch ratlos. Er scheint mir seinen Platz damals nicht recht gefunden zu haben. Seine Romane sind einfach ... da. Sein Lieblingsthema schienen die Mutanten gewesen zu sein, aber so richtig ist der Funke da nicht auf mich übergesprungen. Band 9 auf der Venus hat Spaß gemacht, die Rückkehr zur Venus in Band 23 war irgendwie ein komisches Gehacke und der Kaiser von New York hat mich auch nicht mitgerissen. Da wäre mehr drin gewesen.

Fraglich ist auch, wie viel die Exposés seiner Romane hergegeben haben. Ein Kracher ist die Rückkehr zur Venus mit dem Kampf gegen den Ostblock ja nun nicht gerade.
Oder was hätte Shols aus Gucky gemacht, wenn er den Roman denn wie geplant geschrieben hätte?
Hätte Shols einfach mehr Zeit gebraucht, die ihm sein Brotberuf nicht gelassen hat?
"Mer weiß et nit!" wie man bei uns in der Gegend sagt.

Ich bin jedenfalls gespannt auf die Hefte von Kurt Brand, deren erstes mir ja demnächst mit Band 34 unterkommt

Freitag, 27. Januar 2017

Zeitreise - Treffen zweier Unsterblicher

Volker Hoff hat mich kürzlich in seinem tollen Blog in den Club der Zeitreisenden aufgenommen. Danke dafür. Empfinde ich meine Lesereise, die ja eigentlich aus einer Laune heraus geboren wurde, doch mittlerweile selbst als eine ungemein spannende Zeitreise.
Für mich gehört zu dieser Reise nicht nur die Geschichte der Serie, sondern auch ihr Umfeld und ihre Entstehung. Derzeit befinde ich mich noch ganz am Anfang, zu Beginn der 1960er Jahre, also in einer Zeit, in der ich noch nicht mal im Ansatz daran gedacht hatte, irgendwann einmal dieses Universum zu bevölkern. (Das geschah erst im Jahr 1974.)
Trotzdem möchte ich so gut wie es geht in die damalige Zeit eintauchen und formulierte auf Twitter folgende Bitte:

Ich erhielt eine Menge spannender Rückmeldungen, mit Getränken und Partyrezepten. Diese Anregungen möchte ich nun in loser Folge in der Rubrik "Zeitreise" präsentieren. Ich kann schon einmal verraten, dass ich demnächst Fliegenpilzeier und Schnittchen für meine Leseabende zubereiten werde.

Starten möchte ich allerdings mit einem Getränk, angeregt von einem Blick in die Perry Rhodan Chronik. Auf vielen Bildern aus der damaligen Zeit ist etwas zu trinken zu sehen, und meist ist das keine Wasserflasche. Hört man sich dann mal um, was damals so auf Parties getrunken wurde, taucht ein Name immer wieder auf: Racke Rauchzart.
Viel findet man nicht mehr im Netz über dieses urdeutsche Wirtschaftswundererzeugnis, meist sind es gruselige Geschichten und finstere Erinnerungen an ein ganz schlimmes Getränk. Ausnahmen bilden dieser Artikel von Stefan Gabanyi in der Süddeutschen und dieser launige Tastingbericht im Blog Blong Drink.

Spannend sind für mich folgende dabei Tatsachen:
  1. Im Jahr 1961 erschiend der erste Perry Rhodan Roman und die Spirituose Red Fox aus dem Hause Racke wurde auf Drängen der schottischen Whiskyindustrie in "Racke Rauchzart" umbenannt.
  2. Sowohl Perry als auch Racke sind immer noch unter uns.
Was lag also näher, sich im Dienste der trivialliterarischen Zeitreise eine solche Flasche zu besorgen und bei einem Leseabend zu verkosten.

Modernisierte Legenden unter sich

Das Geschmackserlebnis möchte ich jedem selbst überlassen, nur soviel sei gesagt: Ich weiß jetzt, wo der Geruch in den Düsseldorfer Altstadtkneipen zu meinen Jugendzeiten herkam. Und nein, so schlimm wie sein Ruf ist Racke Rauchzart längst nicht mehr, schließlich ist er mittlerweile ein waschechter Blended Scotch. Der neue Markeneigentümer scheint einiges getan zu haben, um den Whisky an den heutigen Geschmack anzupassen.
Das erinnert mich ein wenig an die Frischzellenkur, welcher der viel zu früh verstorbene William Voltz unser aller Lieblingsraketenheftchenserie unterzog.
Und im übertragenen Sinne scheint schließlich auch für Perry Rhodan das zu gelten, womit Stefan Gabanyi seine Homage an Racke Rauchzart beschließt:

"Man spricht nicht darüber, aber getrunken wird er trotzdem."

Kleiner Perry-Rhodan-Schnipsel zum Schluss: Den Unsterblichen verlangt es in Band 23 auf der Venus nach Whisky, aber alles, was er findet, ist eine Flasche Vodka.

Was sind eure kulinarischen Erinnerungen an die 60er. Habt ihr vielleicht sogar feste Erinnerungen an Gerichte und Getränke, die Ihr mit Lesestunden verbindet? Lasst es mich wissen, ich werde es verkosten. (Und nein, Vurguzz gilt nicht, solange ich nicht an die 60% Alkohol aus dem Hyperraum herankomme.)

Dienstag, 24. Januar 2017

Johnny Sikorsky

Ich mag es ja, wenn sich zwischen meinen Interessen unvermittelt Parallelen auftun. So zuletzt geschehen bei der Lektüre der Doppelnummer 20/21, der Geschichte um den Aufstand innerhalb des Ostblocks.

Ich fand die Hefte besonders in direkter Folge zur wirklich großartigen Nummer 19 auf Wanderer nicht wirklich gut. Aber egal, da muss er durch. Mein Anspruch lautet ja, die ganze Serie zu lesen, mit allen Höhen und Tiefen.

Aber zurück zu den Parallelen. Die Hefte liegen mir als Erstausgaben vor, enthalten also die Innenillustrationen des unvergessenen Johnny Bruck. Und auch wenn die Handlung meiner Meinung nach ein ziemlich plumpes Kaltkriegsdrama ist, haben es mir zwei Zeichnung echt angetan:

Auf Seite 40 des Romans "Venus in Gefahr" findet sich dieses spannende Bild

»Copyright by Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt«

Im Folgeband "Der Atomkrieg bleibt aus" steht auf Seite 23 dieser interessante Vogel herum:

»Copyright by Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt«

So etwas lässt mir dann ja keine Ruhe, denn ich war mir sicher, beide Maschinen schon einmal gesehen zu haben. Und tatsächlich. In Band 21 hat Johnny Bruck eindeutig einen Sikorsky S-55 verewigt.

Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sikorsky_S-55_inflight_c.jpg - This image is a work of a U.S. Army soldier or employee, taken or made as part of that person's official duties. As a work of the U.S. federal government, the image is in the public domain.
Der Sikorsky S-55 ist ein Transporthubschrauber der 50er Jahre für die zivile und militärische Nutzung, der von Bruck vielleicht wegen seiner Beteiligung am Mercury-Programm als Vorlage gewählt wurde. Innerhalb dieses US-amerikanischen Raumfahrtprogramms waren S-55 an der Bergung der Weltraumkapseln beteiligt.
Und bevor jemand aufschreit, was ein Hubschrauber, dessen Erstflug 1949 stattfand, in einem Roman zu suchen hat, der 1962 veröffentlich wurde und 1980 spielt - ein paar dieser Dinger wurden noch im Jahr 1987 umgebaut, um sowjetische Mi24 zu spielen.
Die Wikipedia ist hier wie immer ein Quell steten Wissens. Wer einen S-55 sehen möchte, dem sei das Deutsche Museum in München empfohlen. Da steht er aufgeschnitten rum und wurde von mir auch schon bestaunt.

Bei dem Flieger aus Band 20 habe ich mich schwerer getan. Ich dachte zuerst an eine Messerschmitt Me 323 "Gigant", aber die stimmt die Form des Bugtores nicht.
Vielmehr hat sich Johnny Bruck abermals von Sikorsky inspirieren lassen. Auf der Venus steht eindeutig ein Sikorsky S-56 rum, allerdings ohne Rotor und mit leicht geänderten Tragflächen.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Sikorsky_S-56_loading_jeep.jpg - Dieses Bild wurde von einem Mitglied der United States Army während der Ausführung seiner Dienstpflichten erstellt. Als eine Arbeit der Bundesregierung der Vereinigten Staaten ist dieses Bild in public domain.


Samstag, 21. Januar 2017

Commander McLane geht von Bord

Wenn es um die Lagerung alter Comics und Romanhefte geht, kommt ja auch immer mal wieder das Thema Bügeln zur Sprache. Grund hierfür ist der Lesewulst, der sich unweigerlich bildet, wenn man das Heft bei der Lektüre komplett umschlägt oder rollt. Das führt dann beim Aufeinanderstapeln etwa ab zehn Heften zu sehr schiefen Stapeln mit großem Rutschdrang. Durch Bügeln soll man dieser Wulst angeblich bekommen können.

Da ich selber schon Atlanhefte mit Wasserschaden gebügelt habe (was sehr wirkungsvoll war) und die Meinungen bezüglich der Wulstbeseitigung doch arg auseinandergehen, habe ich die Sache selbst ausprobiert:

  • Zum Schutz der Farbe und Druckerschwärze habe ich das Heft unter eine Stoffwindel gelegt. So etwas war gerade da, sicherlich geht auch ein T-Shirt oder ein Handtuch. Außerdem war ich der Meinung, dass eine mittlere Stufe vollkommen ausreichen sollte.
  • Das Heft wird mittig aufgeschlagen und innen so weit wie möglich geglättet. Achtung, hierbei kann die mittlere Seite nah an der Heftung leicht verknicken.
  • Anschließend wird das Heft genau mittig zugeklappt und die Außenseite so lange gebügelt, bis wieder ein Heft entsteht.
Das folgende Bild zeigt die wichtigsten Schritte noch einmal kurz.

Bügeln und zudecken
Da ich wissen wollte, ob sich durch das Bügeln nicht nur der Wulst beseitigen lässt, sondern sich auch eine gewisse Platzersparnis erzielen lässt, habe ich gleich elf Hefte gebügelt.
Das Ergebnis ist ernüchternd. Ich habe jetzt keine mikrometergenaue Schieblehre da gehabt, aber ich würde sagen, bezüglich der Platzersparnis kann ich mir das Bügeln sparen.

Zweifelhafter Erfolg
Und wie sieht es bei einem Einzelheft aus? Mein Kaiser von New York hatte vor dem Bügeln einen sehr deutlich ausgeprägten Lesewulst. Nach dem Bügeln ist er zwar deutlich kleiner geworden, aber so richtig weg ist er nicht.

Detailverbesserungen
Natürlich hätte ich das Heft intensiver bügeln können. Davon habe ich aber aus einem Grund abgesehen:
Die Heftinnenseite, also da, wo zwischen den Seiten 34 und 35 die Klammern durchstoßen, scheint die Bügelei nicht gut zu vertragen. Anscheinend ist das Papier zu alt und wird durch die Wärme sehr schnell spröde, sodass die Klammern ausreißen. Eventuell könnte man da mit Dampf bessere Ergebnisse erzielen, aber der Gedanke an Feuchtigkeit in den Heften beruhigt mich auch nicht unbedingt.

Für mich bin ich deshalb zu folgendem Schluss gekommen:

Hefte, die keine deutlich sichtbaren Wasserwellen aufweisen, werden von mir nicht gebügelt, sondern gleich eingetütet. Der Lesewulst spielt bei der Lagerung in Kartons keine große Rolle.
Mein Bügeleisen bleibt also fortan im Kleiderschrank und darf sich den Hemden widmen, oder habt ihr einen Tipp, wie ich das Aufbrechen des trockenen Papiers um die Klammern verhindern kann? Dann lasst es mich wissen!

Donnerstag, 19. Januar 2017

Wer war die erste Superintelligenz?

Ich so: "ES! ES! ES!"

Clark Darlton so, während er Robby den arkonidischen Roboter beschreibt:

"Die Speicherbänder und Logikschaltungen machten ihn somit zu einer Superintelligenz, deren ständige Gegenwart unerläßlich schien."
(aus Perry Rhodan 15 - Die Spur durch Zeit und Raum.

Ich musste kurz schmunzeln an dieser Stelle, an der Perry Rhodan und seine Mannschaft ja noch auf der Suche nach dem Planeten des ewigen Lebens sind und von wahren Superintelligenzen keinen blassen Schimmer haben.

Ich wette, K.H. Scheer hatte das Konzept Superintelligenzen schon irgendwie in der Tasche, als sein Kollege Band 15 schrieb. Bemerkenswert, dass die Bezeichnung bei der Beschreibung eines einfachen Roboters so durchging. (Ja ich weiß, Robby ist kein einfacher Roboter, aber das kam viel später.)

Wer von den Nicht-PR-Lesern bis hier hin durchgehalten hat: Herzlichen Glückwunsch! Superintelligenzen sind so was wie Gott. Nur krasser. Und in echt. 😉

Mittwoch, 18. Januar 2017

Alles eine Kostenfrage

Nachdem sich ja die Romankartons aus der Sammlerecke als durchaus tauglich erwiesen haben, habe ich mal eine kleine Überschlagsrechnung angestellt:

Was kostet es eigentlich, eine komplette Perry Rhodan Sammlung zu archivieren?

Ich habe erst einmal mit 3000 Heften gerechnet (auch wenn ich es begrüßen würde, auch danach noch in den Genuss von Papierheften zu kommen, lieber Klaus N. Frick. ;))

Da ich mir mit den Backing Boards immer noch nicht sicher bin, habe ich zwei Summen gebildet.
Kosten zur Unterbringung einer Pery Rhodan Sammlung (Stand 2017)
Ich habe die Rechnung großzügig angelegt. Zum einen habe ich durchgehend mit 65 Heften pro Box gerechnet, was sich aber in den höheren Nummern durchaus ändern kann, da die Hefte altersbedingt dünner sind. Zum anderen habe ich 50 statt der nötigen 47 Kartons gerechnet. (So etwas kann man immer mal vorhalten. Schließlich gibt es ja noch 55 Nummer Dragon und Rex Corda und Atlan ... ich brauche Platz und Zeit.)

Wer sich immer schon gefragt hat, wie viel Platz eine komplette Perry Rhodan Sammlung braucht, dem sei gesagt: So viel ist das gar nicht. Bei 4 Kartons pro Brett sind das schlappe 12,5 Regalbretter. Mit 2 Ivar-Regalen ist das Thema also gegessen. Großzügig gegessen. Großzügig genug für 400 Planetenromane.

Dienstag, 17. Januar 2017

Reklame

Ihr habt doch bestimmt auch eine Lesereihenfolge innerhalb eines Perry Rhodan Heftes, oder? Ich lese bei den neuen Heften immer als erstes die Leserkontaktseite, meist unmittelbar nach dem Auspacken, den Briefumschlag noch in der Hand. Danach kommt der Mittelteil, also die Beilage, die sich irgendwo zwischen Risszeichnung und Kurzgeschichte bewegt, und erst danach mache ich mich an den Roman. Immer.

In den alten Heften der Erstauflage gab es aber noch keine Leserkontaktseite. Die wurde erst mit Band 302 eingeführt, liegt also noch mindestens ein Jahr von mir entfernt.
Aber es gibt hervorragenden Ersatz. So fange ich im Moment jede Lektüre erst einmal mit einem intensiven Studium der Werbeanzeigen an. Zwar gibt es auch in den aktuellen Heften noch Werbeanzeigen, meist für Hefte aus dem Splitter-Verlag oder Taschenbücher von Lübbe, aber der Werbekosmos aus den 60ern ist komplett anders. Faszinierend anders.

Martin Kühn hat mich hier gefragt, ob ich ein wenig von der Werbung in den ersten Perry Rhodan Heften zeigen kann. Nach kurzer Urheberrechtsrückfrage im Verlag mache ich das doch gern und präsentiere die Werbung auf der hinteren Umschlagseite von Unternehmen Stardust.

»Copyright by Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt«
Schön ist ja der US-Warenvertrieb für Jeans, und beim "tanzen lernen" scheint es ja auch nicht nur um Tanzen zu gehen. (Auffällig ist übrigens, dass in den frühen Heften späterer Auflagen wesentlich mehr Anzeigen von "Eheanbahnungsinstituten" abgedruckt sind. Da wird der liebevolle Perry Rhodan Leser gern auch einmal aufgefordert, eine wie auch immer geheißene einsame Dame um die 25 zu retten.)
Photo Porst gibt es in stark veränderter Form noch immer, aber was Alkolit ist, konnte selbst der Frostrubin nicht klären. Dafür gibt es dort eine launiges Bild des typischen Perry Rhodan Lesers, wie es sich aus den geschalteten Anzeigen zeichnen lässt.

Update: Volker hat eine ähnliche Zeitreise in die 80er unternommen. Das war der Look meiner Kindheit.

Sonntag, 15. Januar 2017

Neue Kartons

Wohlan, es ist Sonntag. Zeit, mal die neuen Kartons zusammenzubauen. Nach dem Fehlgriff mit der Longbox habe ich diese in der letzten Woche in Koblenz gegen spezielle Romankartons aus der Sammlerecke getauscht.


Diese Kartons sind angenehm klein. Sie fassen jeweils 65 Romane ohne Backing Boards (Bei den Mythors passen 65 Hefte mit Backingboard rein, da die Hefte aber neuer sind, sind sie auch dünner und weniger "aufgelesen".) Was die Backing Boards für die PR-Hefte angeht, weiß ich noch nicht so recht. Im Moment lasse ich sie erst einmal weg, obschon die Hefte mit Board doch deutlich an Ansehen gewinnen.


Das Schöne an den Boxen ist ihre Kompatibilität mit Ivar Regalen vom schwedischen Schreiner. Es passen immer vier Kartons nebeneinander auf ein 30 cm tiefes Regalbrett.


Die Beschriftung ist noch provisorisch. Da werde ich aus irgendwelchen Flohmarktfunden mal den Schriftzug ausschneiden und entsprechende Schilder basteln. Später.

Update: Björn B hat im Perry Rhodan Forum sehr ausführlich über seine Aufbewahrungslösung berichtet. (Zum ganzen thread geht es hier.)

Samstag, 14. Januar 2017

Die Zukunft der Vergangenheit

Gestern bin ich beim Lesen von Band 8 - Die Venusbasis über eine wundervolle Stelle gestolpert, an der ich kurz meine Faszination für alte Science Fiction erläutern mag. Auf Seite 6 des Romans gibt es folgende Textstelle:
»Copyright by Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt«
Kurz danach wird geschildert, wie die GOOD HOPE mit einer Anfangsbeschleunigung von 500 g abhebt, um innerhalb weniger Minuten am Mond anzukommen.

Krass oder? Die rechnen minutenlang, um dann wenige Minuten mit irrsinniger Beschleunigung zu fliegen. (Über das notwendige Bremsmanöver denken wir jetzt mal kurz nicht nach ...)

Kurt Mahr, der Autor von "Die Venusbasis" konnte sich als studierter Physiker Beschleunigungskräfte vorstellen, die dem Fünfhandertfachen der Fallbeschleunigung auf der Erde entsprechen, aber schnelle Rechner? Fehlanzeige.
Mahr schrieb seinen Roman kurz vor der Inbetriebnahme eines Telefunken TR 4, einem Gerät, das sich irgendwo zwischen Schrankwand und Rechenschieber einsortiert. Das Möbel war immerhin mit sagenhaften 2 MHz getaktet, aber Mobilität und Geschwindigkeit auf der Straße und in der Luft - das waren die großen Themen. So wurden ab 1962 mit der Concorde und der Tu-144 revolutionäre Überschallpassagierflugzeuge entwickelt.

Ich denke, dass wir uns als heutige Leser über solche Szenen nicht lustig machen sollten. Andreas Eschbach hat in einem seiner Bücher einmal etwas über die Undankbarkeit von Zukunftsprognosen geschrieben.
Außerdem sind solche liebenswert schrulligen Szenen ja kein reines Perry Rhodan Phänomen. Wie oft hält Commander Riker seinem Captain gefühlte 25 Tablets zum Unterzeichnen hin. Netzwerkfähigkeit? Universelle Geräte? Das hatten die Autoren damals nicht auf dem Schirm. (Das erste iPad kam übrigens im Jahr 2010 auf den Markt.) Die Enterprise ist trotzdem geflogen.
Und manchmal frage ich mich, wie sehr wir in 50 oder 100 Jahren wohl über ein großartiges Werk wie Otherland von Tad Williams lächeln werden.



Freitag, 13. Januar 2017

Umstellung der Kommentarfunktion

Hallo zusammen,

ein netter Mensch hat mich gerade darauf hingewiesen, dass er im Heftehaufen keinen Kommentar hinterlassen könnte. Das ist natürlich saudoof. Also das Nichthinterlassen, nicht das Hinweisen, ihr versteht.

Ich habe mich kurz auf die Suche gemacht und bemerkt, dass ich offensichtlich Google+ Kommentare aktiviert hatte, wodurch vermutlich nur G+ Nutzer kommentieren konnten. Das ist saudoof.

Ich habe die Kommentare also umgestellt, dass registrierte Nutzer (inklusive openID) kommentieren können. Jetzt sollte es funktionieren. Es wäre nett, wenn jemand einen Testkommentar hinterlassen könnte, damit ich sehe, ob alles klappt, oder ob ich weitersuchen muss.

Die bisherigen G+ Kommentare werden derzeit nicht angezeigt. Das ist saudoof. Ich werde sie aber manuell importieren. Da fällt mir schon was ein.

Gehabt euch wohl. Ernst Ellert ruft.

Martin

Update:
Ich habe die alten Kommentare jetzt als Screenshot gerettet und unter die jeweiligen Artikel gesetzt. Vielen Dank noch mal, Volker, dass du mich so früh darauf hingewiesen hast. Nach 100 Artikeln wäre das ganze Unterfangen mühsamer geworden.
Außerdem sollte die Kommentarfunktion jetzt auch ohne Registrierung irgendwo funktionieren.

Donnerstag, 12. Januar 2017

Die Christel von der Post

Ich habe es doch getan!
Die ersten 50 Hefte sind jetzt lückenlos vorhanden.

Zusammen mit 1000 Romanhüllen habe ich einige Hefte bei der Sammlerecke bestellt. Aus Kostengründen habe ich mich für Hefte aus den Auflagen 3 bis 5 entschieden. Erstauflagen wären zwar toll, sprengen für die ersten Hefte jedoch deutlich mein Budget. (Aber ich betreibe ja eher einen Marathonlauf als einen Sprint. Mal sehen, was die Zukunft bringt.)

1000 Hüllen sollten bis zum Terraner reichen. Da werde ich demnächst eine Menge Hörspiele beim Hefteeintüten hören können.

1000 Hüllen nehmen weniger Platz ein, als ich befürchtet habe
Und was mach die Leserei?

Nun, da liegt Band 1000 in unvorstellbar weiter Ferne. Band 5 -"Atom-Alarm" liegt derzeit auf meinem Tisch. Und es ist herrlich.
K.H. Scheers Romane sind krass. Ich habe beim Lesen immer diesen "Neue Deutsche Wochenschau"-Duktus im Ohr. Kurze Sätze, viel Technik, viel Begeisterung. Ganz anders Walter Ernsting (Clark Darlton), der sich auch schon mal eine Seite Zeit für eine sehr langsame Landschaftsbeschreibung voller Staunen nimmt.
Ich finde es faszinierend, dass sich die Serie auch heutzutage noch genau zwischen diesen beiden Polen bewegt. Mit Vim Vandemaan steht dem Actionhelden Christian Montillon ja wieder ein echter Träumer und Philosoph zur Seite.

Hochspannend finde ich auch den direkten Vergleich mit Perry Rhodan NEO. Es ist faszinierend, wieviel Frank Borsch für den Neustart unverändert übernommen und doch stimmig modernisiert hat. Dazu kommen mit dem Pain Shelter und den deutlich geschilderten politischen Auswirkungen auf der Erde Lesegenussebenen hinzu, die den Scheer-Ernstingschen Holzschnitten einfach fehlen.

Und wo wir schon bei Lesegenuss sind: Die im Heft abgedruckte Werbung aus den 60er und 70er Jahren ist der absolute Kracher. Hätte ich früher gewusst, dass man nur einen "Sonderausweis" braucht, um Erfolg bei einer Frau zu haben, die einen Fiat 128 mit in die Ehe bringt ... was hätte aus mir werden können.

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Mittwoch, 11. Januar 2017

Brüder, es zieht ein Geruch übers Land

Ich mag Perry Rhodan und Hannes Wader. Beide sind auf ihre Art Legenden, durchaus schon älter und in gewissem Sinne auch ein Spiegel ihrer Zeit. Ersterer startete angeblich am 19. Juni 1971 zum Mond. Letzterer hat im Jahre 1996 zusammen mit Reinhard Mey und Klaus Hoffmann eine großartige Platte mit Texten des schwedischen Musikers Carl Michael Bellman (1740-1795). Aus der Epistel 35 habe ich den Titel dieses Blogbeitrags entliehen.

In den letzten Tagen habe ich mich intensiv mit Geruch beschäftigt. Denn machen wir uns nichts vor - die ersten Romanhefte sind mittlerweile 55 Jahre alt. Selbst bei guter Lagerung (was bei meinen Heften bisher der Fall war) und der Verwendung von besserem Papier nehmen Bücher in dieser Zeit einen charakteristischen Altmuff an.

Im Internet liest man allerhand Tricks zur Entfernung dieses Geruchs, vom Einfrieren über die Behandlung mit Natron bis zur wochenlangen Lagerung in Katzenstreu, wobei letzteres anscheinend die besten Erfolge bringen soll.

Ich selbst bin unschlüssig. Katzenstreu stinkt doch irgendwie mehr als alte Bücher es jemals könnten, einen Tiefkühllaster habe ich auch nicht vor der Haustür stehen und 2600 Romane sind ja doch eine Hausnummer. Dabei sind die Hefte weit davon entfernt, irgendwie nach Feuchtigkeitsschaden zu müffeln. Es ist einfach Alter.

Liest jemand mit, der sich dieses Phänomens schon erfolgreich angenommen hat? Oder lasst ihr die Hefte einfach so, weil der Geruch eine Art Patina ist, die dazu gehört? Ich freu mich über Tipps und Erfahrungen im Kommentarbereich.

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Sonntag, 8. Januar 2017

Bestandsaufnahme 1-170

So, nach einem wundervollen Tag bin ich noch ein wenig wach und habe mich an die Öffnung der ersten Kiste gemacht und die Hefte mal in eine Reihenfolge gebracht.

Daneben sehen meine Flohmarkfunde der ersten 170 Hefte geradezu mickrig aus. Außerdem war bei meinen alten Heften nicht eine Erstausgabe dabei.

Wie man an den Stapeln schon erahnt, klaffen in den ersten Nummernblöcken doch einige Lücken. So fehlen bis auf Band eins beispielsweise die ersten zehn Bände - Nummer 6 hatte ich selber hier liegen.

Zur Verwaltung der fehlenden Hefte habe ich mir Notizen in Evernote angelegt. Dort gibt es praktische Listen zum abhaken, die ich am Desktop anlegen kann und unterwegs im Smartphone immer dabei habe. (Na klar könnte ich einfach alle fehlenden Hefte bestellen, aber wo bleibt denn da der Spaß an der Jagd?)

Mal schauen, was die einschlägigen Gebrauchtbuchhändler in Koblenz und Andernach (eventuell mal Köln) zu meiner Liste sagen.

Wie ich mit dem Thema Erstausgabe umgehe, weiß ich noch nicht. Gerade die ersten Hefte sind ja nicht preiswert. Kommt es mir nur auf den Text auf Papier an, dann nehm ich die fünfte Auflage. Will ich eine wirklich durchlaufende Sammlung, dann muss ich auf die Hefte der Erstauflage sparen.

Schreibt mir Eure Meinung dazu doch als Kommentar, vielleicht stand ja jemand schon vor einer ähnlichen Frage. Ich bin gespannt.

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Samstag, 7. Januar 2017

Am Anfang war das Wort

Im Fall von Pery Rhodan lautet das Wort "Im Zentrale-Hauptbunker". Was ich sagen will:

Ich habe angefangen!

Ich habe zwar vor einiger Zeit den ersten Silberband gelesen, aber der Heftroman ist schon eine andere Hausnummer. Schöne 60er Science-Fiction-Atmosphäre, mit Schaltern, Hebeln und Lochkarten, so wie das zu sein hat. Wenn es ein Film wäre, würde ich es liebevoll "Kulissenschieberei" nennen, ich mag so etwas einfach.

Unternehmen "Stardust" - Wie alles begann.
»Copyright by Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt«
Perry Rhodan Band 1 - Reprint von 1988
»Copyright by Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt«

Ich habe den Karton mit den ersten 178 Heften noch nicht ausgeräumt, habe also keine Ahnung vom Inhalt. Findige Rhodanisten werden aber bemerken, dass es sich bei meinem Heft um den Reprint von 1988 handelt. Der Text ist der selbe, lediglich ein paar Abbildungen sind gespiegelt und das Titelbild ist retuschiert. Was solls. Es macht Spaß, zu lesen.

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Freitag, 6. Januar 2017

Erste Archivierungsexperimente

Bevor jemand etwas anderes vermutet, schiebe ich gleich mal vorne weg: Nein, ich habe kein wie auch immer geartetes Affiliateprogramm mit der Sammlerecke laufen.
Ich wohne nur einfach nahe bei Koblenz und genieße es, dass dieser große Comichändler ausgerechnet bei uns eine Filiale hat. Und damit das so bleibt, unterstütze ich meinen lokalen Comicdealer, indem ich mein Zeug direkt im Laden in Koblenz besorge. Außerdem kann man da immer mal nett quatschen und wird fundiertestens beraten, was die neuesten Bilderbücher angeht.

Wie im letzten Post schon erwähnt, dient mir Mythor als Experimentierfeld in Sachen Aufbewahrung. Bei knapp 3000 Heften möchte ich einfach erst einmal testen, was funktioniert, was unnötig ist und was ich unbedingt möchte. Schließlich habe ich keine Lust, eine Sammlung in Kellerqualität zu produzieren. Dazu scheinen mir die Hefte nach einer ersten Inspektion in zu gutem Zustand (Ja, ein Karton scheint Schaden genommen zu haben, aber es ist alles trocken.)

Ich habe mich bei Mythor erst einmal für das volle Programm entschieden, also Backingboards (Perfect Boards) und Hüllen von Erber. Die Eintüterei ging relativ schnell vonstatten, scheint mir eine typische Hörspielnebenbeibeschäftigung zu sein.

Was keine gute Idee war: Comiclongboxen eignen sich definitiv nicht zur Aufbewahrung von Romanheften. Die Hefte passen mehr schlecht als recht rein, haben viel zu viel Spiel. Hier werde ich in den nächsten Tagen die speziellen Romankartons ausprobieren.

Ob ich Boards für die komplette Perry Rhodan Serie anschaffe, weiß ich noch nicht. Ich denke, dass ich die ersten zweihundert Hefte erst einmal eintüte und dann schaue, wie stabil sie in den Kartons stehen. Der gute Herr Mythor hat jedenfalls mal eine Rückenstärkung bekommen.


Schatzfund - Mythor fast komplett

In einem der Kartons befand sich die Komplette Mythor-Serie in echt gutem Zustand. Lediglich drei Hefte habe ich über die Sammlerecke für kleines Geld nachbestellt. Heft 100 war erwartungsgemäß leider ohne Poster, aber die Lücke lässt sich ja noch schließen, auch wenn das nicht ganz preiswert sein dürfte.

Mythor war nach Dragon die zweite Fantasyserie aus dem Hause Pabel und lief ab dem Jahr 1980 in 192 Folgen. Band 193 gibt es auf Papier nur in der Zeitschrift Magira. Seit der Publikation als ebook stand Mythor auch schon länger mal auf meiner Liste.

Nachdem ich die ersten fünf Folgen im letzten Jahr elektrisch gelesen habescheint hier ein kleines Seitenprojekt zu erwachsen. 192 Hefte sind ja gemessen an 2600 eher zu vernachlässigen, aber immer noch eine Menge Stoff. Mal schauen, wann ich mich dran setze. Bis dahin nehme ich die Serie als Archivierungsexperiment her.


Mittwoch, 4. Januar 2017

Der zweite Streich

Ich hatte es angekündigt, und heute ist es geritten: einmal Eifel - Nürnberg -Eifel für die fehlenden fünf Kartons.






Morgens um 9:00 ging es mit Markus los, ein kleiner Ritt durch hessisch-fränkisches Sauwetter einem kleinen Besuch des DB-Museums in Begleitung zweier toller Menschen in Nürnberg entgegen. Absolut lohnenswert, und schließlich auch irgendwie Sense of Wonder.

Die Verabredung zur Kartonübergabe lief, wie nicht anders erwartet, völlig problemlos und wir konnten direkt zum Abendessen im Tucherhof übergehen. Dort gab es zwar keinen Vurguzz, aber Schäufele und alkoholfreies Bier waren auch gut.
Nach einem längeren Ritt über die A3 stehen die Hefte jetzt alle in meiner Bude und langsam wird es Zeit, hier ein wenig für Ordnung zu Sorgen und wenigstens einen provisorischen Lagerort zu schaffen, bevor ich das Experiment mit den Kartons wage.
So lange muss die Serie noch neben den Legosteinen stehen.

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Dienstag, 3. Januar 2017

Mein Weg ins Perryversum

Ich behaupte von mir, eine recht umfangreiche Science Fiction Büchersammlung zu besitzen. Klar klaffen bei so einem riesigen Genre zwangsweise immense Lücken, aber ein wenig was steht hier schon rum. Ich hatte gerade begonnen, mich mit SF der damaligen DDR auseinander zu setzen, als mir klar wurde, dass ich mich mit Heftromanen nie beschäftigt hatte.
Ich hatte zwar schon einmal von diesem komischen Perry Rhodan gehört und diese seltsam schimmernden Bände gesehen, aber rangewagt habe ich mich nie. (Und ja, ich könnte mir immer noch ein Loch in den Siewissenschon beißen, dass ich meine Erstausgabe von Raumkapitän Nelson vertickt hab.)
Aus einer Laune heraus, oder war es Schicksal, oder ES, habe ich gesehen, dass in Mannheim ein Perry-Rhodan-Treffen stattfinden solle.
Mit absolut null Ahnung, aber Bock auf ein freies Wochenende buchte ich ein Hotel in Mannheim und es war um mich geschehen.
Ich lernte Frank Borsch und das damals neue Projekt PR NEO kennen, hatte das Glück, einige wenige Worte mit Legenden wie Hanns Kneifel oder Rainer Castor zu wechseln, holte mir mitten in der Nacht ein Autogramm von Markus Heitz, der extra mit Andreas Eschbach wartete, bis ich aus der Tiefgarage zurück war, und verbrachte ein tiefenentspanntes Wochenende inmitten meist langhaariger Männer mit Holzfällerhemden. Es war ein Traum.


Montag, 2. Januar 2017

Es geht los

Willkommen im Heftehaufen!

Im Dezember 2016 las ich auf der Leserkontaktseite die Anzeige eines Perry-Rhodan-Lesers, in der er seine Sammlung kostenlos in gute Hände abzugeben gedachte.

Irgend etwas in mir hat mich geritten, diese Anzeige zu beantworten und siehe da, ich bekam den Zuschlag. Allerdings in Nürnberg. Da ich für Wahnsinnsaktionen ja gern zu haben bin, machte ich mich auf den Weg, die Hefte aus Franken in die Eifel zu transportieren. Bei der Gelegenheit lernte ich gleich einen Freund endlich einmal persönlich kennen, mit dem ich mich bis jetzt nur über Twitter ausgetauscht hatte. (Das muss diese humanistische Philosophie der Serie sein, Menschen zusammenzubringen.)

Ich lud an dem Tag einen Haufen Kartons ein, völlig ahnungslos, welches Volumen 2600 Hefte so haben mögen, machte mich mit einer überschaubaren Menge Kisten auf den Rückweg in die Eifel und parkte den Papierberg erst einmal in meinem Zimmer:








Zwei Tage später kam die Email, ich hätte fünf Kartons vergessen. Aber für Perry Rhodan ist auch Franken nicht zu weit weg, muss ich halt nochmal hin. Ich werde berichten.

Der eigentliche Grund, für mein Leseprojekt eine Dokumentation zu starten, kam dann heute morgen mit diesem Tweet:


Derweil lagern Teile der ersten 2600 Hefte bei mir, dazu ein kompletter Zyklus, den mir ein lieber Freund aus Augsburg geschenkt hat und meine bisherige Sammlung ab 2011.

Zu den ersten Schritten wird gehören, die Sammlung ordentlich und dauerhaft zu archivieren und festzustellen, wo Lücken bestehen, die ich dann gezielt schließen werde.
Danach, oder schon parallel dazu werde ich mit dem eigentlichen Lesen beginnen, das hängt ein bisschen davon ab, wo sich das erste Loch auftut.

  • Wo mich der Weg hinführt? Keine Ahnung.
  • Wie lange die ganze Aktion dauert? Zwischen zehn und zwanzig Jahren sollte alles drin sein. 
  • Werde ich am Ende ankommen? Das weiß ES. Wenn überhaupt jemand.
  • Warum mache ich das? Weil es mich fasziniert, in ein paar Jahren zurück zu blicken.
  • Warum mache ich das nicht? Um Inhaltsangaben oder Rezensionen zu schreiben, davon gibt es genug.  

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